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Der Name Buchschlag bezeichnete früher an dieser Stelle einen Waldbezirk. Er leitet sich von einem alten Buchenbestand bei einem Schlagbaum der früheren Dreieicher Ringlandwehr an der Straße in Richtung Mitteldick ab.[2] Vor der Gründung des Ortes Buchschlag bestand an dieser Stelle seit 1837 eine großherzoglich hessische Revierförsterei. 1879 entstand an der Main-Neckar-Bahnlinie ein Bahnhof mitten im Wald. Um die Jahrhundertwende wurden die beiden Gebäude durch das Gestüt Maria-Hall des Frankfurter Fabrikanten Viktor Mössinger ergänzt.

 

Der Frankfurter Kaufmann Jakob Latscha erwarb in der Waldgemarkung Mitteldick von Sprendlinger Bauern Gelände für eine Schutzhütte und eine Kaffeeküche. Hier wurden Waldgottesdienste sowie Sport- und Geländespiele des Christlichen Vereins junger Männer veranstaltet.[3]

Latscha trug sich mit der Idee, eine Siedlung zu errichten, in der Frankfurter Kleinbürger erschwingliche Ein- und Zweifamilienhäuser auf großzügigen Parzellen in gesunder, waldreicher Umgebung erwerben konnten. Das für dieses Projekt erforderliche Gelände war im Eigentum der Dominialverwaltung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen. Am 1. Juli 1904 unterschrieben beide Seiten den Gründungsvertrag der Siedlung. Doch der Großherzog lenkte die Entwicklung in andere Bahnen. Er sah hier die Chance, seine bauästhetischen Ideale zu verwirklichen und bevorzugte Baumeister, Künstler und Kunsthandwerker aus Darmstadt. Es entstanden keine Häuser für das Publikum, an das Jakob Latscha gedacht hatte sondern Villen für finanzkräftigere Käuferschichten. Jakob Latscha zog sich enttäuscht zurück. In Buchschlag hat er nie gelebt.[4]

Mit Wirkung vom 1. Januar 1905 wurde der östlich der Main-Neckar-Bahn und nördlich der Bahnlinie Sprendlingen-Ober=Roden gelegene Teil der Domanialgemarkung Mitteldick mit einer Fläche von 121,84 Hektar von dieser Gemarkung getrennt und zu einer eigenen Gemarkung Buchschlag erklärt. Die Verwaltung erfolgte durch die Stadt Langen.[5][6] Die Bildung einer selbständigen Gemeinde Buchschlag mit eigener, der bisherigen selbständigen Gemarkung Buchschlag entsprechenden Gemarkung ist vom Großherzoglichen Ministerium des Innern mit Wirkung vom 15. April 1913 genehmigt worden.[7] Erster Bürgermeister war ab 1913 Rudolf Binding. Zuvor hatte die Siedlung kein Gemeinderecht besessen und war eine rechtliche Grauzone gewesen. 1909 hatte Buchschlag bereits 343 Einwohner, bei der Zusammenlegung 1977 waren es 2.984. Buchschlag hat den Charakter einer Villenkolonie bis heute größtenteils bewahren können: viele Jugendstilvillen im Ortskern sind erhalten und stehen als Ensemble unter Denkmalschutz. Die neueren Teile Buchschlags bestehen größtenteils ebenfalls aus freistehenden Wohnhäusern. Nur vereinzelt gibt es Reihenhäuser und an der Hauptstraße Buchschlager Allee einige Wohnblocks.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach die Städte Dreieichenhain und Sprendlingen und die Gemeinden Buchschlag, Götzenhain und Offenthal zu einer Stadt mit dem Namen Dreieich zusammengeschlossen.[8][9] Ortsbezirke für die Stadtteile wurde nicht eingerichtet.

Quelle: wikipedia.de - die freie Enzyklopädie

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